Profis setzen verstärkt auf Erneuerbare Energien

Wissenswertes zum Thema Divestment

Kühle Rechner trennen sich von Investments in fossile Energie

Divestment – die Trennung von Aktien, Anleihen oder Investments, die unökologisch oder unter ethischen Gesichtspunkten fragwürdig sind – ist längst nicht mehr nur eine Forderung von Non-Profit-Organisationen. Es sind kühle Rechner, die sich für Investitionen in Erneuerbare Energien entscheiden, um bessere Ergebnisse im Niedrigzinsumfeld zu erzielen.

Mehr als 100 Mrd. US-Dollar sollen umgeleitet werden

Megatrend Erneuerbare Energien

Eine Reihe von institutionellen Investoren haben sich in der Initiative „Portfolio Decarbonization Coalition“ zusammengeschlossen, darunter der schwedische Pensionsfonds AP4, die Kapitalanlagegesellschaften Amundi und die Schweizer RobecoSAM oder die University of Sydney. Zusammen wollen sie 100 Mrd. US-Dollar aus CO2-intensiven Branchen und Unternehmen abzuziehen.

Mit Münster hat sich auch erstmals eine deutsche Stadt der Divestment-Bewegung angeschlossen. Als erster großer deutscher Investor entschied sich die Allianz explizit gegen Geldanlagen, die dem Klima schaden. Im Rahmen der Pariser Klimakonferenz Ende 2015 kündigte der weltgrößte Versicherer und einer der fünf größten Finanzinvestoren überraschend an, Investitionen aus Bergbau und Energieunternehmen abzuziehen und stattdessen auf Windkraft zu setzen. Insgesamt handelt es sich um ein Volumen von vier Mrd. Euro.

Investieren wie die Rockefeller

Weiteres prominentes Beispiel ist die Rockefeller-Dynastie in den USA: 144 Jahre nach der Gründung von Standard Oil kündigte die Stiftung der Familie an, ihr Geld aus der Förderung fossiler Energieträger abzuziehen, sich von Firmenanteilen, die ihr Geschäft mit fossilen Brennstoffen machen, zu trennen und stattdessen in Zukunftsenergien zu investieren. „Es macht keinen Sinn – weder finanziell noch ethisch – weiter in diese Unternehmen zu investieren, während die globale Gemeinschaft die Abkehr von fossilen Brennstoffen vorantreibt“, verkündete der Rockefeller Family Fund in einer offiziellen Stellungnahme.

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