Meeresenergie Bay of Fundy

Strom aus weltweit höchstem Tidenhub für 3.000 Haushalte

Strom aus dem Meer

Schwimmende Gezeitenkraftwerke in der Bay of Fundy, Kanada
In der kanadischen Bay of Fundy, bekannt für den weltweit höchsten Tidenhub von 13 bis 16 Metern, arbeiten wir gemeinsam mit unserem Projektpartner Sustainable Marine Energy an einer neuen innovativen wie umweltfreundlichen Gezeitenkrafttechnologie.

Das sogenannte „Pempa'q Project“ wird die weltweit erste kommerziell arbeitende, schwimmende Gezeitenkraftanlage sein. Über die Beteiligungsangebote „RE13 Meeresenergie“ und „RE16 Meeresenergie“ konnten sich auch Privatanleger an dieser innovativen Projektentwicklung beteiligen.

Energie aus weltweit höchstem Tidenhub für 3.000 Haushalte

Bay of Fundy – für Gezeitenenergie könnte es keinen besseren Standort geben.
160 Milliarden Tonnen Wasser – unvorstellbare Wassermengen fließen mit Ebbe und Flut zweimal täglich in und aus der Bay of Fundy, Nova Scotia, Kanada. Mit jeder Tide steigt und fällt das Wasser um rund 13 Meter. Nirgendwo auf der Welt existiert eine derartig starke Gezeitenkraft.

Das Gezeitenenergieprojekt wird noch in diesem Jahr starten. 
Das Pempa'q-Projekt wird in mehreren Phasen realisiert und soll bis zu 9 Megawatt saubere, berechenbare Gezeitenenergie in das Netz von Nova Scotia einspeisen. Dies wird die Treibhausgasemissionen um 17.000 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr verringern und etwa 3.000 Haushalte in Neuschottland mit Strom versorgen. In einer ersten Phase werden drei Gezeitenenergieplattformen (PLAT-I) mit einer Leistung von zusammen 420 Kilowatt installiert. Die erste Plattform ist bereits zu Wasser gelassen und befindet sich derzeit in der Grand Passage zur Erprobung, bevor sie zu ihrem eigentlichen Produktionsstandort „FORCE“ des Fundy Ocean Research Centre for Energy gebracht wird.

Beginn einer neuen Energiezukunft: Die erste Plattform schwimmt in der Bay of Fundy

Stromertrag lässt sich fundiert berechnen

Während die Solar- und Windenergie vom Wetter abhängen, sind Gezeitenkraftwerke in der Lage, beinah rund um die Uhr und 365 Tage im Jahr Strom zu liefern. Das macht sie energiepolitisch interessant und zudem zu einem attraktiven Investitionsvorhaben. 

Langjährige Einspeisetarife für Meeresenergie
Die Einspeisung und Vergütung des Gezeitenkraftstroms wird über Stromlieferverträge (PPA) gesichert zu festen Vergütungen für 15 Jahre ab Inbetriebnahme. Die kanadische Provinz Nova Scotia hat hierfür ein eigenes Förderprogramm für den Einsatz von Gezeitenkraftwerken in der Bay of Fundy aufgelegt. Das „Developmental Tidal Feed-in Tariff Program” fördert Anlagen ab 500 Kilowatt Leistung.

Was macht unser Konzept so einzigartig?

  • einzigartiges Plattformdesign mit frei in der Strömung arbeitenden Unterwasserturbinen
  • von Land wie an Bord steuerbare Unterwasserturbinen (In-Stream)
  • einfacher Wartungszugang durch einzigartige Turbinenausleger
  • eigens entwickeltes, direktes System zur Verankerung in Fels oder weichem Meeresboden 
  • sehr robuste Konstruktion eignet sich auch in rauen Gewässern (Hurrikan-erprobt)
  • vergleichsweise niedrige Wartungskosten
  • modulares Konzept, daher skalierbar und einfach zu transportieren
  • die erste Ausbaustufe (FORCE 1) ist bereits auf dem Sprung zum kommerziellen Einsatz, startend 2022 in der kanadischen Bay of Fundy

Natur, Umwelt und Nachhaltigkeit

  •  schwimmende Plattform statt Gezeitenkraftanlage mit Staudamm 
  • aufgrund der überschaubaren Größe hat die Anlage keine wesentlichen negativen Umwelteinflüsse auf die Meeresfauna und -Flora
  • die Bodenverankerung erfolgt ohne Fundament und mit unwesentlicher Bodenüberbauung
  • geringe Gefahr für Kollisionen mit Meerestieren, da die Turbinen in den oberen Wasserschichten mit starken Strömungen arbeiten; starken Strömungen weichen Meerestiere i.d.R. aus, da sie sich darin nur mit hohem Kraftaufwand halten oder bewegen können

Technologie made in Germany, eingesetzt aktuell in Kanada

  • Projektträger ist die Hamburger reconcept Gruppe
  • Turbinentechnologie stammt von Schottel Hydro, Spay am Rhein
  • Plattform wird in einer Werft in Stralsund produziert
  • Leistungselektrontik stammt von HW Elektrotechnik Schottel Industries, Laudert
  • Den schlüsselfertigen Bau und den zukünftigen Betrieb der Gezeitenkraftwerke verantwortet der kanadische Projektpartner Sustainable Marine Energy (SME) über die Betreibergesellschaft Spicer Marine Energy Inc.

Pempa'q? Was steckt in dem Namen?

Der Name des Pempa'q-Projekts leitet sich vom Wort „Pempa'q“ der Mi'kmaq First Nation ab und bedeutet „Anstieg der Gezeiten“. Der Name wurde zu Ehren der indigenen Gemeinden in der Bay of Fundy gewählt. 

Preisgekröntes Meeresenergie-Projekt

Im Dezember 2020 hagelte es Preise für das kanadische Gezeitenkraftprojekt: So ging der „Financial Advisors Award 2020“ an reconcept. Ausgezeichnet wurde das Angebot „RE13 Meeresenergie“. Die begehrte Produktauszeichnung der Finanzzeitschrift cash. wird jährlich von einer unabhängigen Jury entlang der Kriterien „innovativ, transparent, vermittlerorientiert und anlegerfreundlich“ vergeben. Darüber hinaus wurde Jason Hayman, reconcept-Partner und langjähriger Geschäftsführer von Sustainable Marine Energy, mit dem „Vi-Maris-Preis“ gewürdigt. Vi Maris bedeutet „die Kraft des Meeres“ und ist ein vom europäischen Meeresenergie-Netzwerk „Ocean Energy Europe“ ins Leben gerufener Industriepreis, der den herausragenden Beitrag einer Einzelperson im Meeresenergiesektor würdigt. 
 

reconcept-Geschäftsführer Karsten Reetz bei der cash-Award-Übergabe

Marktchance - Plat-I - schwimmende Gezeitenkraftplattformen

Die im Projekt Pempa'q eingesetzte Technologie zeichnet sich durch eine hohe Effizienz, einen hohen Kapazitätsfaktor von 49 Prozent (brutto) sowie niedrige Wartungskosten aus. Durch ihr modulares Konzept ist sie skalierbar und zudem einfach zu transportieren. Die schwimmenden Gezeitenkraftplattformen eignen sich für eine Stromversorgung von isolierten Küstenorten oder kleineren Inseln mit begrenzter Infrastruktur. Pempa'q ist der Auftakt einer Serienproduktion. Neben der Bay of Fundy sind derzeit weitere Standorte in Prüfung – u.a. vor entlegenen Inseln auf den Philippinen, wo sie Dieselgeneratoren ersetzen können.
 

Aktuelles zum Projekt finden Sie bei unserem Projektpartner

Sustainable Marine Energy