Nachhaltig Investieren: ETFs, Green Bonds und weitere Geldanlagen

Was Anleger/innen über nachhaltige Geldanlagen wissen sollten

Green Bonds, nachhaltige ETFs, ESG, SDGs und Impact Investments - wir erklären Ihnen den Unterschied

Der Markt für nachhaltige Geldanlagen wächst rasant. Denn es gibt den Bedarf – vor allem der Klimaschutz benötigt Kapital. Gleichzeitig hat sich das Bewusstsein von Investoren und Unternehmen verändert. Institutionelle Investoren, aber auch Privatinvestoren, jung wie alt, suchen nach verantwortlichen, nachhaltigen Anlagemöglichkeiten. Nachhaltiges Investieren wird zum Mainstream. Doch welche Anlagestrategien gibt es? Was steckt hinter ESG, nachhaltigen ETFs, Green Bonds, grünen Anleihen und Beteiligungen oder Impact Investments? Wir lotsen Sie durch den Dschungel der Abkürzungen und erklären die wichtigsten Finanzbegriffe rund um Nachhaltigkeit in der Geldanlage.

1. Was sind Green Bonds?


2. Was bedeutet die Abkürzung ESG?


3. Was versteht man unter den ESG-Ratings?


4. Was sind nachhaltige ETFs?


5. Impact Investments - worauf es ankommt!


6. Die Sustainable Development Goals SDGs  der UN im Überblick.


 

1. Green Bonds

Green Bond – zu Deutsch: grüne Anleihe – sind fest verzinste Wertpapiere, deren Kapital in Umwelt- und Klimaschutzmaßnahmen fließt. Sie werden in der Regel an der Börse gehandelt. Green Bonds funktionieren wie eine herkömmliche Anleihe. Anleger „verleihen“ Geld und erhalten im Gegenzug eine Verzinsung. Bei Fälligkeit, also nach der vereinbarten Laufzeit, fließt das eingesetzte Anlegerkapital wieder zurück an die Investoren. Grüne Anleihen bzw. Green Bonds unterscheiden sich somit allein über den Verwendungszweck von klassischen Anleihen.

Es gibt zwei mögliche Formen von Green Bonds:

  • Asset-bezogene Green Bonds
    Diese grünen Anleihen finanzieren ein oder mehrere konkrete Umweltprojekte, zum Beispiel die Entwicklung und den Bau eines Wind- oder Solarparks.

  • Unternehmens-bezogene Green Bonds
    Diese grünen Anleihen dienen Unternehmen als Alternative zu herkömmlichen Kreditaufnahmen bei Banken. Das Anlegerkapital fließt somit direkt in das Unternehmen zum Beispiel als Wachstumskapital, um grüne Vorhaben und Projekte in die Wege leiten zu können.

 

reconcept beispielsweise finanziert über Green Bonds den Ausbau seines Engagements als internationaler Projektentwickler. Nach Windenergie in Deutschland will das Emissionshaus verstärkt auch in den Photovoltaikmarkt einsteigen und hat dafür ein eigenes Projektentwicklungsbüro in Berlin gegründet. Auch die Kooperationen mit etablierten Entwicklungspartnern für Windenergie in Finnland sowie Gezeitenkraftanlagen in Kanada sollen ausgebaut werden.

Karsten Reetz, geschäftsführender Gesellschafter

2. ESG

Wenn es um die Beurteilung von Nachhaltigkeit geht, spielen ESG-Faktoren eine wichtige Rolle. Die drei Buchstaben stehen für drei Verantwortungsbereiche von Unternehmen: Umwelt, Soziales und verantwortungsvolle Unternehmensführung, auf Englisch: Environmental, Social und Good Governance.

Environmental (Bewertung von Investments an ihrem Einfluss auf die Umwelt bzw. ihrem ökologischen Impact):

  • Investitionen in Erneuerbare Energien
  • effizienter Umgang mit Energie und Rohstoffen
  • umweltverträgliche Produktion
  • geringe Emissionen in Luft und Wasser
  • Abfallreduzierung/Nutzung von Recycling

Das „E“ steht bei reconcept naturgemäß im Mittelpunkt der Anlagekonzepte.

Social (Bewertung von Investments anhand sozialer und gesellschaftlicher Aspekte):

  • Arbeitsbedingungen
  •  Diversität und Gleichstellung
  • Sicherheit
  • Fair Trade
  • Menschenrechte

Good Governance (Bewertung von Investments nach Art der Unternehmensführung):

  • verantwortungsvolle Geschäftspraktiken
  • Integrität der Manager
  • angemessene Risikokultur
  • fairer Wettbewerb
  • Anti-Korruption

    3. ESG-Ratings

    Mit einem Rating wird normalerweise die Kreditwürdigkeit eines Unternehmens oder eines Landes eingeschätzt. Ein ESG-Rating bewertet die Glaubwürdigkeit von nachhaltigen Geldanlagen. Dafür analysieren spezialisierte Ratingagenturen die nachhaltigkeitsbezogenen Strukturen, Prozesse und Leistungen der Anlagenanbieter/Emittenten.

     

    Wussten Sie schon...

    Auch der reconcept Green Bond I durchlief bei mehreren institutionellen Investoren vor Aufnahme in deren Portfolio einen Nachhaltigkeitscheck – u.a. bei einer großen grünen Stiftung sowie im Fondsmanagement des größten Fonds für Mittelstandsanleihen. U.a. analysierte die auf Nachhaltigkeit spezialisierte Ratingagentur imug den reconcept Green Bond I – und zeichnete ihn mit der Bestnote „exzellent“ für seine Nachhaltigkeitsperformance aus. Die im Auftrag des Mittelstandsfonds durchgeführte qualitative Analyse überprüfte relevante Nachhaltigkeitsaspekte sowie eventuelle ESG-Risiken der Einzelinvestments auf deren mögliche materielle Auswirkung auf die Performance des „Deutschen Mittelstandsanleihen FONDS“. Insgesamt wurden 60 Titel im Anleihenportfolio analysiert, nur vier erhielten die Bestnote „exzellent“ – darunter der reconcept Green Bond I.

    4. Nachhaltige ETFs

    Das Kürzel ETFs steht für „Exchange-Traded Funds“ und meint Indexfonds, die an der Börse gehandelt werden. Indexfonds bilden die Wertentwicklung eines Indexes von Aktien oder Anleihen passiv nach. Es sind also keine Menschen, die als Investmentmanager darüber entscheiden, in was investiert wird. Vielmehr laufen Indexfonds parallel zum jeweiligen Trend an der Börse – mal auf, mal ab. Weltweit gibt es aktuell mehrere tausend Indexfonds – darunter auch nachhaltige ETFs, die nach den gleichen Prinzipien funktionieren, sich allerdings auf Unternehmen mit einem guten ESG-Rating konzentrieren („Best-In-Class“-Ansatz) bzw. auf Branchen, die explizit im Bereich Klima- und Umweltschutz bzw. Erneuerbare Energien arbeiten (Themenfonds). Zudem werden Ausschlusskriterien festgelegt, um Unternehmen auszuschließen, die ESG-Werten nicht gerecht werden. Dazu zählen z.B. die Produktion und der Handel von Waffen, Menschenrechts- und Arbeitsrechtsverletzungen, Glücksspiel, Korruption und Bestechung, Tabak, Alkohol, Kernenergie und Umweltzerstörung.

    5. Impact Investments

    Nicht alles was sich Nachhaltiges Investieren nennt, hat auch eine tatsächliche positive Wirkung im Sinne der Nachhaltigkeit. Impact Investments zielen aber genau drauf ab. Impact Investments sind zielgerichtete Investments, die neben einer positiven finanziellen Rendite messbare, positive Auswirkungen auf die Umwelt oder die Gesellschaft bewirken. Dabei orientieren Impact Investments sich nach den UN-Nachhaltigkeitszielen, den sogenannten SDGs. Die ökologische bzw. soziale Wirkung von Impact Investments ist Teil der Investmentstrategie und wird auch gemessen.

     

    reconcept bietet ausschließlich klimapositive Anlageprodukte an

    Als Projektentwickler von Wind- und Solarenergie sowie Wasserkraftanlagen ist reconcept zudem Teil der Energiewende. Dem Ausbau Erneuerbarer Energien kommt eine Schlüsselrolle beim globalen Klimaschutz zu. Mit den grünen Geldanlagen von reconcept können Anleger einen konkreten Mehrwert für die Umwelt schaffen. Und dies ohne dabei auf Renditechancen verzichten zu müssen. Denn mit reconcept investieren Sie in Erneuerbare Energien und damit in einen Wirtschaftsbereich, der weltweit zu den bedeutendsten Zukunftsbranchen gehört und dessen Markt kontinuierlich wächst.

    6. SDGs

    Eine der wesentlichen Grundlagen für das Impact Investing haben die Vereinten Nationen in ihrer Agenda 2030 für eine nachhaltige Entwicklung festgelegt. Die 193 UN-Mitgliedsstaaten einigten sich bereits 2015 auf 17 globale Ziele, die als Sustainable Development Goals (SDGs) eine Leitlinie für den Einsatz finanzieller Mittel für soziale und ökologische Zwecke bilden.

    100 %
    Grüne Geldanlagen
    11.000
    Investoren beteiligt
    544,000,000
    In Erneuerbare-Energien-Anlagen investiert
    gerundete Angaben, Stand 31.12.2020