Der Bebauungsplan ist in dieser Form einzigartig in Finnland. Er ermöglicht den Bau einer Elektrolyseanlage mit einer Kapazität von bis zu 1.000 MW. Darüber hinaus ist die nachgelagerte Produktion von E-Methan, E-Methanol, E-SAF oder Ammoniak am Standort vorgesehen. Damit schafft der Bebauungsplan die Grundlage für eine integrierte Power-to-X-Industrie in der Region.
Erneuerbare Energien und Infrastruktur direkt am Standort
Utajärvi bietet gute Voraussetzungen für die Verbindung von erneuerbarer Energieerzeugung und industrieller Infrastruktur. Innerhalb des Bebauungsgebiets können mehr als 60 MW Solarenergie entwickelt und direkt an die geplante Elektrolyseanlage angeschlossen werden. Tuulialfa Oy, ebenfalls Teil der reconcept Gruppe, plant in der Gemeinde Utajärvi bereits Erneuerbare-Energien-Projekte.
Auch für die weitere Infrastruktur sind wichtige Voraussetzungen vorgesehen. Durch die Nähe zum Fluss Oulujoki besteht die Möglichkeit, Wasser für den Wasserstoffproduktionsprozess zu nutzen. Darüber hinaus sind eine Wasserstoffpipeline mit Anbindung an das nationale Wasserstoffnetz sowie eine neue Umspannstation für den Anschluss an das Stromnetz geplant. Der Bebauungsplan sieht zudem die Möglichkeit eines eigenen Eisenbahnanschlusses vor. Damit eröffnet der Standort zusätzliche Perspektiven für künftige logistische und industrielle Aktivitäten. Ein Rechenzentrum als Abnehmer der Energie ist bereits in der Entwicklung – der erste Spatenstich soll im Herbst 2026 erfolgen.
„Wir sind sehr stolz auf diesen einzigartigen Bebauungsplan und die Chancen, die er für die großflächige Wasserstoffproduktion und die Power-to-X-Entwicklung in Utajärvi schafft“, sagt Reija Knuutila, Managing Director der Vetyalfa Oy. „Wir danken der Gemeinde Utajärvi für die ausgezeichnete Zusammenarbeit während des gesamten Planungsprozesses.“ Kommt die grüne Wasserstoffraffinerie in der geplanten Größenordnung, würden in der Region etwa 100 zusätzliche Arbeitsplätze entstehen.
