Solarpark – die Standortanalyse

Schritt 1 in der Projektentwicklung

Ohne geeignete Fläche kein Solarpark-Projekt: die Standortanalyse

Bevor ein Solarparkprojekt geplant und realisiert werden kann, braucht es eine geeignete Fläche – und die muss zunächst identifiziert werden: Die Standortanalyse ist damit der erste Schritt und die Vorab-Arbeit, die wir für all unsere Projekte leisten müssen.

Wie reconcept dabei vorgeht, erläutert im Folgenden Projektentwickler Philipp Dietze. Er leitet das Team Projektentwicklung von reconcept für Solar- und Windparks in Deutschland.

Die Potenzialanalyse entscheidet über den Projektstart

Die Basis, um Projektentwicklung von Solarparks machen zu können, besteht darin, dass wir zunächst potenzielle Flächen für Solarparks ausfindig machen müssen. Dafür setzen wir auf moderne Technologien, insbesondere auf Geoinformationssysteme (GIS). Stellen Sie sich GIS als eine Art digitalen Landkarten-Detektiv vor, der uns dabei hilft, die besten Standorte zu finden. Mit GIS analysieren wir geografische Daten und können so bestimmte Kriterien für geeignete Flächen berücksichtigen: Wir führen eine erste Potenzialanalyse durch und bewerten, welche Flächen ihres Potenzials nach sich für die Umsetzung eines Solarparks eignen.

Alles beginnt mit dem Sonnenschein
Wir beginnen mit der Sonneneinstrahlung, denn für die Rentabilität eines Solarparks ist sie ein entscheidender Faktor. GIS ermöglicht es uns, Regionen mit besonders viel Sonnenschein zu identifizieren. Doch es geht nicht nur um die Sonne. Die Fläche muss auch groß genug sein, um eine wirtschaftlich rentable Solaranlage zu errichten. GIS hilft uns dabei, ungenutzte, große Flächen aufzuspüren.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Topografie. Flache oder leicht geneigte Flächen sind ideal, da sie die Installation und den Betrieb von Solaranlagen erleichtern. GIS-Daten können uns genau zeigen, wo solche Flächen liegen. Auch müssen wir bestehende Nutzungsbeschränkungen im Blick haben. GIS hilft uns dabei, Schutzgebiete wie Nationalparks, die naturschutzrechtliche Hürden für die Umsetzung eines Solarparks aufweisen, zu kartieren.

Unser „Gesundheitscheck“ bei ausgewählten Standorten
Liefern Sonneneinstrahlung, Topografie und ein erster Blick auf die grundsätzliche Flächennutzungssituation positive Ergebnisse für unser Projektvorhaben, beginnen wir mit einer detaillierteren Potenzialanalyse. Diese Analyse ist wie ein gründlicher Gesundheitscheck für unsere ausgewählten Standorte. Wir wollen sicherstellen, dass die Flächen tatsächlich für die Errichtung eines Solarparks geeignet sind und wirtschaftlich genutzt werden können.

Zuerst prüfen wir die rechtlichen Rahmenbedingungen. Das bedeutet, dass wir uns die Raumordnungspläne genau ansehen. In diesem Schritt möchten wir sichergehen, dass der Bau eines Solarparks grundsätzlich zulässig ist bzw. dass wir uns über ein Bauleitverfahren das dazu notwendige Baurecht verschaffen können. Dann folgt die (technische) Machbarkeitsprüfung. Hierbei checken wir die elektrische Infrastruktur, analysieren die Bodenqualität der Fläche und klären dann die Eigentumsverhältnisse, indem wir die Flächeneigentümer identifizieren und kontaktieren. Dabei geht es darum, herauszufinden, ob die Eigentümer bereit sind, ihr Grundstück an uns zu verpachten.

Die wirtschaftliche Analyse: Ein zentraler Aspekt für jedes Projektvorhaben
Im Rahmen jeder Potenzialanalyse findet selbstverständlich auch eine wirtschaftliche Analyse statt. Hier arbeiten wir eng mit unseren Kollegen aus dem Investment- und Asset-Management zusammen. Sie unterstützen uns dabei, die Investitions- und Betriebskosten für das Projekt zu kalkulieren und schätzen die erwarteten Einnahmen aus dem erzeugten Solarstrom ab.
Mit der Potenzialanalyse haben wir eine solide Basis geschaffen: Wir möchten bewerten, dass unsere Flächen technisch geeignet sind und die Installation und der Betrieb der Anlagen problemlos verlaufen können. Hat die Analyse die gewünschten Ergebnisse für ein reconcept-Solarprojekt ergeben, können wir mit gutem Gewissen in die nächste Phase übergehen. Das bedeutet, dass wir in Vertragsverhandlungen mit den Flächeneigentümern eintreten, die Fläche sichern und die eigentliche Arbeit der Projektentwicklung beginnen kann.

Philipp Dietze, Abteilungsleiter Projektentwicklung Deutschland
Schritt 2: Flächensicherung
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